Chronologie zur Diegter Geschichte

Diegten ist ein fast zwei Kilometer langes Strassendorf, bestehend aus fünf Dorfteilen, die noch bis vor kurzem deutlich voneinander getrennt waren: Ober-, Mühle-, Mittel-, Schloss- und Nieder-Diegten. Mit 963 ha ist Diegten die zehntgrösste Gemeinde des Kantons.

ca. 4000 v.Chr. Die ältesten Funde auf Diegter Boden, welche auf menschliche Spuren weisen, stammen aus der Jungsteinzeit (5. bis 3.Jt. v. Chr.). Unter den Funden befinden sich Werkzeugfragmente aus Silex oder Hornstein, seltener aus Bergkristal: Klingenstücke, Schlagsteine und einige kleine, für die Zeit zwischen 4000 und 3800 v. Chr. charakteristischen Bohrer.
1152

Dietingoven, Name eines ursprünglich alemannischen Gehöftes (später Dietikon, Dietkon, Dietken, Diekten, Diegten). Diegten und Ober-Diegten, zwei selbständige Dörfer mit je einem eigenen Dreizelgensystem.

1237

Ritter Heinrich von Diegten sitzt auf der Burg bei der Kirche.

1275 Kirche St. Peter, um 700 auf Frühmittel­alterlichem Gräberfeld errichtet, erstmals in einer Urkunde verzeichnet.
1386 Der Herr von Diegten, Ritter Heinrich von Eschenz, fällt mit seinen beiden Söhnen in der Schlacht bei Sempach im Kampf gegen die Eidgenossen.
1465 Streit um Diegten zwischen Basel und Solothurn, die abziehenden Solothurner verbrennen Burg, Kirche und Dorf.
1482/87 Von den Herren von Eptingen kauft die Stadt Basel zuerst die Herrschaft Eschenz (Diegten und Tenniken), später die Herrschaft Eptingen (Ober-Diegten und Eptingen).
1501 Basel wird eidgenössisch, die Landschaft bleibt Untertanengebiet der Stadt.
1529 Einführung der Reformation; Diegten und Eptingen zu einer Kirchgemeinde mit Wechselkirche vereinigt.
1653 Bauernkrieg: Joggi Mohler (1590-1653), der Wirt von Oberdiegten, mit sechs anderen als Rädelsführer hingerichtet.
1704 Bau des heutigen Pfarrhauses durch das Kloster Olsberg, das als Bezüger des Zehnten dazu verpflichtet ist.
1710 Gemeinde baut in Schloss-Diegten das erste Schulhaus.
1740 Seidenbandweberei wird zur bedeutenden Heimindustrie (die beiden letzten Webstühle verschwinden 1965). Die Bevölkerung besteht aus Bauern, Taunern (landwirtschaftlichen Taglöhnern), Handwerkern und Posamentern (Seidenbandwebern).
1762 Verbesserung der Landwirtschaft. Einschläge ermöglichen Anbau von Kartoffeln, Durlipsen, usw., ferner die Gründung von Höfen ausserhalb des Dorfes.
1798 Untertanenverhältnisse aufgehoben.
1804 Ablösung des Zehnten und der Bodenzinse.          
1829  Dreizelgenwirtschaft mit Flurzwang aufgehoben.
1833 Nach kriegerischer Auseinandersetzung mit der Stadt: Gründung des Kantons Basel-Landschaft.
1850 Starke Zunahme der Bevölkerung; Diegten zählt 924 Einwohner. In den folgenden Jahren grosse Armut. Auswanderungen.
1896 Bau der ersten Wasserversorgung mit Hausanschlüssen.
1903 Einführung der Elektrizität.
1917 Automobilpost löst Postkutsche ab.
1926 Grosse Überschwemmung des Diegterbaches.
1958/60 Gesamtrenovation der Kirche.
1963 Turnhalle mit Theaterbühne eingeweiht.
1965 Ortszonenplan genehmigt, neue Wohnquartiere entstehen (ab 1967).
1966 Autobahnbau beginnt.
1967 grosser Erdrutsch bei Ober-Diegten: Strasse, Bach und Reservoir werden verschüttet. Neue Wasserversorgung, Felderregulierung.
1970 Nationalstrasse N2 wird dem Verkehr übergeben.
1972 Anschluss Diegten eröffnet.
1974 Neues Schulhaus. Kreis-Sekundarschule von Tenniken nach Diegten verlegt.
1978 Turn- und Kinderspielplatz errichtet.
1986 Diegten zählt den tausendsten Einwohner.
1987 Einweihung der Zivilschutzanlage und des Gemeindehauses mit Verwaltung, Wohnungen, Feuerwehrmagazin und Notschlachtlokal.
1993 Einweihung Mehrzweckgebäude Känerkinderstrasse 4. Umbau der Turnhalle, Neubau Schulzimmer und Werkräume BWK, Gemeindesaal.
Der «Führlischreck», das erste Tanklösch­fahrzeug wird von der Feuerwehr in Betrieb genommen.
1994 Einführung der Feuerwehrpflicht für Frauen.
Beginn der Korrektion der Hauptstrasse Mittel­Diegten - Ober-Diegten mit Neubau der Brücke Hohli Gass. Einführung der Kehrichtgebühr.
1995 Einbau von zwei neuen Kirchenfenstern nach Entwürfen von Walter Eglin (zum 100. Geburtstag des 1966 verstorbenen Künstlers;gemeinsam mit Bürgergemeinde und ref. Kirchgemeinde).
- Sanierung Fussballplatz durch FC Diegten
Eptingen. Kreditbegehren des FC an die Gemeinde für Bau eines Garderoben- und Clubgebäudes.
- Erste Etappe Sanierung Grundwasserpumpwerk Hofmatt sowie Reservoir.
1998 Bau eines neuen Doppelkindergartens auf der Zivilschutzanlage
2000 Das renovierte und umgebaute alte Schulhaus kann wieder der Öffentlichkeit übergeben werden. Neben Schulräumen enthält das Gebäude einen Kulturraum und einen Jugendraum.